Verfasst von: Yves Drube | 6. November 2011

The Artists

… und genau dort bin ich auch zu finden. THE ARTISTS steht für folgendes:

“The Artists”  ist eine Internet-Plattform, auf der sich Künstler mit bereits regionalem Bekanntheitsgrad einem noch breiterem Publikum präsentieren können. Zwar gibt es bereits diverse Internetseiten, auf denen dies ebenfalls möglich ist, aber  “The Artists”  weist einige konzeptionelle Besonderheiten auf:

-  es ist genre-übergreifend (Musik, Fotos, Bilder, Poesie)
-  es wird nicht alles veröffentlicht; ein Qualitäts-Mindeststandard wird dadurch       gewährleistet
-  nach vier Wochen wird alles gelöscht und “The Artists” wird mit neuen Inhalten wieder neu aufgebaut.

Viel Spass mit  http://www.the-artists.biz

Verfasst von: Yves Drube | 15. Oktober 2011

Kunst als Kampfmittel

 In dieser Woche hörte man viel über die Kunstausstellung von CONANI im Kulturzentrum von Santiago. CONANI ist ein Kinderhilfsprojekt, das unter der Schirmherrschaft der 95-jährigen Renée Klang de Guzmán, Witwe des ex-Präsidenten, steht. Ob man die Zeitung aufschlug oder den Fernseher einschaltete – überall war diese Ausstellung präsent.
Hintergrund dieser Ausstellung ist es, gegen die Kinderarmut anzukämpfen und Projekte von CONANI zu unterstützen. Hier zeigt sich wieder, dass gerade Künstler die Kunst als Kampfmittel gegen Ungerechtigkeit anwenden können. Haben wir es nicht in der Hand, soziale Kritik mit unseren Werken zu üben?

(Bild: Ich bei der Zertifikatüberreichung für die Künstler beim Abendessen)

Verfasst von: Yves Drube | 5. Oktober 2011

Revolution ist sexy

REVOLUTION IST SEXY… unter diesem Titel steht mein nächstes Kunstprojekt.

Es handelt sich um eine Fotoserie junger Frauen, die sich im sozialen Kampf gegen die Ungerechtigkeit arrangieren. Warum nehme ich für dieses Projekt nur Frauen?  Weil dieses ein Land ist, indem der Machismus regiert. Ich zeige daher auf, dass auch das weibliche Geschlecht einen festen politischen oder sozialkritischen Standpunkt hat.

Diese Fotoserie wird in verschiedenen Kunsthäusern und öffentlichen Gebäuden ausgestellt werden. Über Startnext ( http://www.startnext.de/revolution-ist-sexy ) kann man dieses Kunst-Projekt unterstützen. Jede Realisierung einer künstlerischen Idee verschlingt natürlich Geld. Sei es für das Shooting selbst, Materialien oder hinterher die Drucke. Wir freuen uns daher über jede Unterstützung und über jeden Sponsoren.

Hier einige Eindrücke vom Probe-Shooting.

    

                        

Die Projektfotos stehen auch als Poster,Postkarten, Tassen etc. zur Verfügung. Fragt einfach an ( DRUBE@rocketmail.com ) !

Verfasst von: Yves Drube | 18. September 2011

Heimat

 Viele fragen mich: “Sag mal Yves, was ist für dich Heimat?”. Ganz einfach; der Ort, an dem ich mich gerade wohl fühle. Heimat hat für mich nichts mit Territorium oder nationalem Bewusstsein zu tun.

Ich lebe in Santiago de los Caballeros, im Herzen der Dominikanischen Republik und da habe ich ein Foto geschossen, das meine Heimat am besten spiegelt; der Polizist am Strand. Dieses Land ist ein Ort vieler Widersprüche. Hier trifft brutale Polizeigewalt und Korruption auf eine einmalug schöne Natur. Ob nun Gebirge oder Puderzucker – Strände, hier kann man seine Seele baumeln lassen.

Ein Beitrag für Personello Pictures ( http://blog.personello.com/ratgeber/fototipps/fotothema-september-heimat-2615.html )

Verfasst von: Yves Drube | 4. September 2011

Das Mauergemälde

Angefangen hat es vor einigen Monaten, als ein junger Mann in der Galerie auftauchte und mir etwas über soziale Gerechtigkeit und Politik erzählte. Als ob jemand hinter ihm her war, konnte er nicht schnell genug seinen Sicht über das ungerechte politische Gleichgewicht in der Dominikanischen Republik loswerden. Wie sich herausstellte gehörte er einer überparteilichen Gruppe an, die Aktivitäten für junge Leute der Arbeiterklasse organisierte. Dann kam er auf den Punkt. Meine sozialkritischen Gemälde haben sein Interesse geweckt und fragte, ob ich der Gruppe helfen konnte ein Mauergemälde mit politisch-historischem Hintergrund zu fertigen.  Es sollte etwas zum Thema “Dominikanische Revolution – April 1965″ werden.

Eine Woche später fanden wir uns wieder in der Galerie zusammen, um näheres zu besprechen. Ich legte 3 Entwürfe in Form von Skizzen vor und es wurde eine in meinem typischen Minimalismus-Stil von Caamaño , dem Oberst und Präsidenten, gewählt. Es soll das erste von weiteren Muralen an einer öffentlichen Schule werden, die sich mit der dominikanischen Geschichte beschäftigen sollen.
Dann kamen wir auf das Thema Bezahlung, da ich schliesslich vier Ärsche am kacken halten muss. Und wir wollten doch nicht, dass ich während ich malte einen gewaltätigen Hungertod zum Opfer fiele. Bargeld habe man nicht, wurde mir feierlich verkündet. cheiss Antwort! Von irgendetwas muss man leben. Hier kann man schliesslich nicht zu einem Sozialamt rennen, wenn es mit der Auftragslage schlecht bestellt ist. So einigten wir uns auf folgendes; man stellte die Materialien und zahlte in Naturalien. Bier während der Arbeit und Gemüse für einen Monat. Das war ein Deal!

Monate lang hörte ich nichts mehr. Habe das Gemälde auch schon aus meinem kreativen Leben verdrängt, als ich doch in meinem Postfach eine Email fand. “Wir können loslegen, am Freitag.” Ich schaute auf den Kalender. Übermorgen! Negativ! Mein Kalender war voll. Aber die Woche darauf. Was ich nicht wusste, die Struktur der Organisation hatte sich geändert und ein Neuer wurde mit der Mauer beauftragt. Also wurde wieder alles neu abgesprochen und dann losgelegt. Man wünschte jetzt allerdings nur noch den schwarzen Kopf auf weissem Grund. Um den Kopf herum sollte Platz für die Schriftzüge über die Personeninformation bleiben.

Der Tag und das Malen selbst war ein schönes Erlebnis. Ich wurde abgeholt und wir fuhren gemeinsam zu der besagten Schule in einem Armenviertel von Santiago.  Dort stellte man mir Materialien und Bier vor die Nase und ich schwang den Pinsel. Viele Leute kamen vorbei und schauten mir über die Schulter. Dabei wurde viel über Politik und Gesellschaft diskutiert.

(Auf dem unteren Foto ist ein Teil der Bezahlung zu sehen)

Verfasst von: Yves Drube | 1. September 2011

Kunst ist Freiheit

Mit Kunst kann man sich frei ausdrücken – und deshalb wurde sie schon immer als Waffe gegen empfundene Ungerechtigkeit gebraucht.  Es gibt wohl kein Regime, keine Diktatur die Angst vor dem freien Geist hatte. Egal, ob als geschriebenes Wort, Skulptur, Foto, Film, Theater oder Gemälde – Kunst heisst persönliche Freiheit, die Gefühle und Situationen nach außen reflektiert. Dort wo Kunst verbrannt, verpönt oder Verboten ist, scheißt man auf die Freiheit.  Wie es Heine schon ausdrückte: “Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.”

Verfasst von: Yves Drube | 31. August 2011

Und die Welt stand still…

Es gibt viele Formen von Schätzen. Ein Schatz für mich ist hier in der Karibik ein gutes literarisches Werk in deutscher Sprache unter der Palme, im Bett oder auf dem Klo zu lesen. Das Gefühl ein wahrhaftiges Buch in den Händen zu halten, den Geruch des Papiers zu inhalieren und das Geräusch beim Umblättern der einzelnen Seiten zu vernehmen kann kein Computer ersetzen.

Das letzte Buch, das ich so in meinen Händen hielt war die Anthologie „…und die Welt stand still…“, herausgegeben vom Anthologieforum und verlegt durch den WortKuss Verlag in München. Eine Besonderheit an diesem Buch ist, dass 50 Cent pro verkauftes Exemplar in den Tierschutzverein Dachau e.V. fließen.

Wie kam ich in den Genuß dieser Ansammlung von Kurzgeschichten?  Ich nahm an einer Verlosung der Autorin Sylvia M. Dölger teil und wurde vom Glück geküßt.  Wenige Tage (oder waren es Wochen?) später übergab mir der dominikanische Postbote den Gewinn; die Anthologie „…und die Welt stand still…“.  Hungrig nach geschriebenen Worten verschlang ich eine Geschichte nach der anderen. Die meistens von denen regten zum Nachdenken an – und alle sind sie lesenswert! Beim Kauf dieses Werkes kann man nichts falsch machen!

Wurde dir schon einmal eine Staatsbürgerschaft aberkannt? Was für ein Gefühl! Zumal wenn es aus freiem Wunsch und Wille ist.  Leider werden negative Dinge der Geschichte schnell verdrängt und übrig bleibt eine Traumwelt, die oftmals nicht existent war … es sei man war ein Dackel aus der Hutablage des Wartburgs der immer nur stumm nickte.

Schon verrückt von meinen Eltern einen Ausreiseantrag in der DDR zu stellen – aber eine Verrücktheit, die mir gefiel. Eine Erfahrung, die mich sehr prägte und für die ich meinen Eltern sehr dankbar bin. Es waren die ersten Schritte auf dem dünnen Eis der Kritik gegen den Staat. Ich lernte mit Worte zu spielen und wusste um dessen Gefahr in mündlicher und schriftlicher Form.  Damals als Kind und Heranwachsender wurde dieser wichtige Schritt mit mir besprochen. Vater und Mutter wollten nichts unternehmen, ehe sie auch meine Meinung dazu hörten. Es war schließlich kein Sonntagsausflug, sondern das offizielle Bekenntnis gegen das Regime und gegen die Honecker – Diktatur. Mit Schikane und erschwerten Lebensverhältnissen war zu rechnen. Wenn mich Leute zur Familie oder zum Ausreiseantrag befragten, gab es für mich immer die Standardantwort : “Keine Ahnung!” Wen konnte man schon trauen, zumal der Kreis in dem wir verkehrten aus “Staatsfeinden” bestand. Der Gang zur Friedensbewegung und zu Schweigemärschen der evangelischen Kirche gehörten zum Wochenprogramm.

Zu dieser Zeit begleitete uns stets das Misstrauen gegen alle und alles. Man wusste schon nicht mehr, wer Freund und Feind war.

Jedenfalls haben wir diese Zeit überwunden und uns wurde nach dem Staatsbürgergesetz §10 die Staatsbürgerschaft, mit der Auflage der einmaligen Ausreise in einem festgelegten Zeitraum und ohne Wiederkehr, aberkannt. Eine Freiheit die zuerst bitter schmeckte, da noch auf dem Territorium ein Beigeschmack von Vogelfreiheit mitmischte – sich nach der Grenzüberschreitung allerdings versüßte. Eigentlich waren es nur wenige Kilometer von Magdeburg bis über di Grenze – doch waren es Welten.

Wenn ihr in der DDR immer das Gefühl von Freiheit und Sicherheit hattet und noch immer in Zonen-Nostalgie schwelgt,  so wart ihr mit Sicherheit auch nichts anderes als nur ein lebloser Dackel, der immer stumm nickte!

Keine Diktatur hat nur die geringste Existenzberechtigung auf dieser Welt!
Freiheit ist unbezahlbar!

(Anmerkung zum oberen Foto:  Offiziell keine Staatsbürgerschaft in der Identitätsbescheinigung zu haben war schon etwas ganz besonderes gewesen)

           

Verfasst von: Yves Drube | 23. August 2011

Jugendtraum

„Das war Punk“ ist eines meiner Werke (Acryl auf Leinen) das an gute alte Zeiten anknüpft. Abgrenzung und anders sein, nur nicht in die Normen gepresst werden, die man „zu unserem Besten“ bereit hielt. Schocken, um in unserem damalig naiven Gerechtigkeitssinn auf Missstände aufmerksam zu machen.

Was ist übrig von diesem Jugendtraum? Viele sind dort gelandet, wogegen sie sich sträubten – ertrunken  in der Anonymität der Gesellschaft mit einem Tagesablauf, der an einem Déjà-vu erinnert und einem die Freiheit lässt selbst Jahre im voraus zu planen, da sich alles zu wiederholen scheint.

Haben diese ehemaligen Punx damit ihre Erfüllung gefunden?
Falls ja, kann man gratulieren!

Verfasst von: Yves Drube | 23. August 2011

Die feuchte und stürmische Irene

Ich habe die letzte Nacht mit Irene verbracht! Mein Gott, war die feucht und stürmisch…

Nicht genug, dass es den ganzen vorherigen Tag schiffte – nein , auch schüttete auch  die ganze Nacht. Der Wind wurde heftiger und vorbei ist es noch immer nicht. Auf der Hurrikan-Skala stieg Irene von Stärke 1 auf 2.
Die Sonne wurde am Vormittag von dicken Wolkenmassen verdunkelt (siehe Foto). Schauen wir, wie es weitergeht.

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