Auf der Seite der Gewinner

Schlagwörter

, , , , , , , , ,

52011374_10155947453766105_4040041324622118912_nAm Samstag wollte ich eigentlich nicht aus den Federn, geschweige in die Hauptstadt fahren. Dorthin war ich in einer Universität eingeladen worden, da dort die Preisverleihung für einen #Fotowettbewerb stattfand, der von einer Stiftung und der Europäischen Union ausgerufen wurde.

Irgendwie rang ich mich doch dazu durch, nach Santo Domingo zu fahren. Dabei probierte ich sogleich eine neue Transportfirma aus, die die mit einigen Punkten für sich sprach: Neue Busse, einen exzellenten Service, kostenloser Parkplatz und die Autos werden auf dem Parkplatz gewaschen. Im Bus wird in einer Minibar kaltes Wasser und Kaffee geboten. Außerdem befindet sich die Bushaltestelle in der Hauptstadt nur wenige Minuten zu Fuß von der Universität.

Dort angekommen sah ich schon große Ausdrucke einiger Fotos, darunter sich auch meine Werke befanden. Bei der offiziellen Preisverleihung wurden die Preise direkt vom Botschafter der Europäischen Union, Gianluca Grippa, überreicht. Unerwartet wurde mein Name bei der Verlesung des ersten Preises aufgerufen. Und wieder einen Fotowettbewerb gewonnen! Es ist immer wieder schön, wenn die Arbeit als Künstler belohnt wird!

Spontan ins Gebirge

Schlagwörter

, , , , , ,

49203443_2154396538210689_6869141749990686720_nSantiago de los Caballeros, die Stadt, in der ich lebe, hat den Vorteil, dass man in relativ kurzer Zeit am Strand oder im Gebirge ist. Je nach Vorliebe kann beides auch spontan genossen werden.
Vorgestern bekam ich am frühen Abend unverhofft die Nachricht einer Freundin: „Hi Yves, wie wäre es mit einem Bier in Jarabacoa? Ich hole dich dann ab.“ Da ich für diesen Abend eh nichts gepant hatte, kam mir diese Abwechselung gerade recht.

#Jarabacoa ist ein Ort mit etwa 56.000 Einwohnern, der auf 600 Metern Höhe liegt und sich circa eine dreiviertel Stunde von Santiago de los Caballeros entfernt befindet. Dort ist das Klima stets angenehm frisch bis kühl, was diesen Ort zu etwas Besonderem in diesem tropischen Land macht. Im Januar sollte sich also unbedingt ein Pullover oder Jacke im Gepäck befinden.

49688612_302444160391742_4833190856410267648_nGegen 6:00 Uhr ging es dann los. Wir fuhren zuerst nach La Vega von wo es dann immer bergauf Richtung Jarabacoa geht. Je höher wir kamen, umso auffälliger veränderte sich die Vegetation. Palmen wurden durch Nadelbäume ersetzt. Ich fühlte mich wie in einem europäischen Mittelgebirge. Dann erreichten wir schließlich den Zielort Jarabacoa, durchquerten ihn und fuhren weiter und höher zu einem Restaurant in einem Komplex mit dem Namen „Jamaca de Dios“. Auf der Terrasse wurde ich mit einem spektakulären Ausblick belohnt. Einfach überwältigend!

Was gibt es besseres als ein spontanes Bier im Gebirge?

49428952_2231604163769172_132317235036291072_n

Spontan an den Strand

Schlagwörter

, , , , , , ,

Da ich im letzten Artikel über die Spontanität im Leben schrieb, möchte ich euch gerne einen kleinen Einblick in mein spontanes Leben geben. Wie viele wissen, lebe ich in der #Karibik und hier ticken die Uhren etwas anders. Oftmals überrasche ich mit meiner unbekümmerten Dynamik der Gestaltung meines Alltags sogar die einheimische Bevölkerung. Und das soll etwas heißen!

49007456_10155841078466105_3698809316870979584_nVor ein paar Tagen war ich zum Abendessen bei einer Freundin eingeladen. Bei leckerem Weißwein und Pasta mit Meeresfrüchten bewegte sich unsere Unterhaltung auf das Thema #Strand. Gegen ein Uhr nachts haben wir dann solche Sehnsucht nach dem Strand verspürt, dass wir uns ganz spontan dazu entschlossen zwei Stunden lang durch kleine Dörfer zu fahren, um den Strand zu sehen und dort zu baden. Also Sachen gepackt, zu mir nach Hause, die Badehose und Zahnbürste geholt und gegen ein Uhr dreißig ging es Richtung norden zum Strand nach Punta Rucia. Einen Tag vor Silvester waren zwar die Straßen leer, aber die kleinen Dörfer hatten ihre regionalen Feiern mit Live-Musik. Da ließen wir uns es nicht nehmen, unterwegs ein Bad in der Menschenmenge zu nehmen und den karibischen Klängen des Merengue und Bachata zu lauschen.

49345217_10155841750861105_8822981506050818048_nGegen vier Uhr kamen wir dann in Punta Rucia an. Dort vermieten gute Bekannte im Casa Libre drei liebevoll hergerichtete Hütten in einer wunderschönen Atmosphäre im Einklang mit der Natur. Die Terrasse auf einer Anhöhe bieten einen direkten Blick auf das Meer, von der aus man abends spektakuläre Sonnenuntergänge beobachten kann. Ein paar Stufen aus Naturstein führen direkt hinab an den weißen Sandstrand. Ich liebe diesen Ort, da das deutsch-französische Pärchen Gertie und Marc diesem traumhaften Plätzchen in all den Jahren einen ganz speziellen Geist einhauchten. Als wir nun dort ankamen, sahen wir auf dem Gelände viele Fahrzeuge, die schon erahnen ließen, dass Casa Libre ausgebucht war. Und so war es dann auch. Wer nicht plant, darf auch nichts erwarten! So schliefen wir im geräumigen Geländewagen meiner Begleitung und nutzten nach dem Aufwachen das Bad in Casa Libre, wo wir auch mit viel Herzlichkeit zum Frühstück gebeten wurden. Nach dem Kaffee, der uns wieder Leben einhauchte, ging es zum mit Kokospalmen gespickten Strand, den wir ganz für uns alleine hatten.
Es war eine geniale Idee spontan hierher zu kommen! b9142a68-b1eb-48b2-ba6c-e9282759f110

Wie viel Spontanität verkraftet dein Leben?

Schlagwörter

, , , , , ,

Spontane Handlungen versüßen unser #Leben. Wenn unser #Alltag ständig geplant und strukturiert ist, verliert es die Würze aber auch die Essenz, und die Monotonie würde uns dominieren. Der Ausbruch aus der Tretmühle unseres Daseins und somit auch aus der gesellschaftlichen Denkweise, die unser Handeln bestimmt, ist einfach notwendig, um nicht in der Eintönigkeit zu ertrinken. Viele leben nur für eine bezahlte Tätigkeit, die einem gerade mal am kacken hält. Sie vergessen darüber hinaus was es bedeutet zu leben und nicht nur zu existieren. Eine Lebenszeit die wir so ausfüllen, dass wir uns glücklich fühlen, bestimmt unsere #Lebensqualität. Wer sich diese Glücksgefühle nicht einfordert, wird zu einem roboterähnlichen Werkzeug der Gesellschaft, das einfach nur funktioniert und einem Automatismus nachgeht.

Ich suche immer wieder die Abwechselung und Spontanität in meinem Leben. Wer mich kennt weiß, dass mein Leben als Künstler rechte Boheme angehaucht ist. Für mich ist es schwierig die Monotonie des Alltags zu akzeptieren. Das kann nicht der Sinn meines Lebens sein! Ich sehe einfach keinen Zusammenhang darin für andere zu schuften, die mir dann vorgaukeln wollen, dass meine Lebensqualität von materiellen Dingen abhängig sind, die ich mir letztendlich nur als billige Kopie leisten kann. Billige Augenwischerei für Menschen die wenig analysieren! Jeder sollte sein Leben auf seine Weise Leben, um sein Glücklichsein (ich verwende absichtlich nicht das Wort „Glück“) zu finden. Letztendlich haben wir doch alle nur ein einziges Leben, dessen Zeit begrenzt ist.

DSC03197.JPG

 

Muss man sich selber lieben, um andere lieben zu können?

Schlagwörter

, , , , ,

45609731_10155728171166105_4089485499234779136_n (1)Immer wieder höre ich, vor allem nach der Beendigung einer längeren Beziehung, über die Selbstfindung aus therapeutische Lösung, um den Trennungsschmerz zu verarbeiten. Es soll sich Zeit für sich selbst vorgenommen werden, um sich wieder selbst lieben zu lernen. Dieses Thema habe ich mit verschiedenen Psychologen diskutiert und sehe diese Form der Schmerzbewältigung sogar teilweise als Gefahr. Die Selbstliebe sollte für meine Begriffe in der Natur des Menschen liegen, vorausgesetzt es gibt keine psychischen Störungen, bei denen sich selber Schmerzen zugefügt wird. Schützen wir uns in der Regel vor Gefahren, damit uns nichts passiert, vor Schmerzen oder achten auf unsere Hygiene. Dies ist ein Bestandteil dieser Selbstliebe. Würden wir das machen, wenn wir uns hassen würden?

Was passiert, aber wenn wir versuchen diese Eigenliebe krampfhaft zu steigern und dafür anfangen uns zusätzliche Zeit zu widmen? Dann kann es passieren, dass diese Zeit mit uns süchtig macht und wir in narzisstischen Strukturen ertrinken. Je länger eine Person in einem Single-Haushalt lebt, entwickelt sich eine Eigendynamik mit einem eigenen Lebensstil und Lebensrhythmus. Je länger diese Zeit andauert, umso schwieriger wird es, eine andere Person als festen Partner an seiner Seite zu akzeptieren, da das eigene Leben aus den Angeln gehoben wird. Irgendwann kann es passieren, dass diese zeit, die für sich genommen wurde, in ein Desinteresse an festen Bindungen oder gar in eine Beziehungsunfähigkeit endet.

Der Künstler lebt nicht nur vom Applaus allein

Schlagwörter

, , , , , , , , , ,

DtTäglich bekomme ich Nachrichten, wie gut meine Fotografien den Betrachtern gefallen. Habe ich eine Ausstellung, wartet die Menschenmenge schon eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung auf den Einlass zur Vernissage. Da ehrt jeden Künstler! Doch bedenke: Der Künstler lebt nicht nur vom Applaus allein. Die Werke, die ich zeige, dürfen und können auch gekauft werden. Nagelt mich an eure Wand und erwerbt ein Stück meiner Seele mit jedem Kunstwerk.

Wie authentisch bist du?

Schlagwörter

, , , , , , , , ,

31958320_1925884127436323_5956897469483712512_n

Bist du ganz du oder bist du jemand anders? Geformt durch die Umwelt und der Gesellschaft, könntest du unnatürlich anders sein.

Die größte Authentizität hat der Mensch vor seiner Selbstfindung in der Jugend. Als Kind ist es einem relativ egal, was andere über einen denken oder ob andere mit dem eigenen Verhalten zufrieden gestellt werden. In der Selbstfindungsphase sind wir auf der Suche nach einer eigenen Identität, weshalb gerade in dieser Zeit mit einem selbst experimentiert wird. Will ein jeder doch wissen, wo sein Platz in der Gesellschaft ist und wo sich jeder in der Zukunft sieht. Daher ist gerade die Jugend rebellisch. Dies zeigt sich vor allem in den Jugend-Subkulturen, die an Musik und Denkmuster gebunden sind. Viele stellen die gesellschaftlichen Strukturen infrage und suchen alternative Wege. Solange dieses Jugendlichen kein finanziell eigenständiges Leben führen und noch zu Hause wohnen, fordert die Gesellschaft keinen Tribut und sieht über diese Ausbrüche hinweg.

Anders wird es, wenn Jugendliche jener Subkulturen, die durch Äußerlichkeiten eine Negation der Gesellschaft zum Ausdruck bringt, auf eigene Beine stehen wollen. Dann setzt die Gesellschaft Grenzen und es wird einem die Jobsuche erschwert. Es wird eher  das Äußere als das Innere eines Menschen gesehen. Ablehnung der menschlichen Werte durch die Gesellschaft erhöht den Nihilismus. Man kommt an einer Weggabelung des Lebens, an der sich entschieden werden muss, ob man es wagt sich selber treu zu bleiben und eventuell unterzugehen oder ob die eignen Ideale verraten werden. Viele lösen sich von der Subkultur oder gehen Kompromisse ein und legen ihr tägliches Outfit dann nur noch zum Wochenende an. Ist dies ein Verlust der eignen Authentizität?

Als Erwachsene wurden viele schon von der Gesellschaft gebrochen und fügen sich der vorgegebenen Strukturen, nachdem in verschiedenen Formen Grenzen aufgezeigt wurden. Sollte einer ausbrechen wollen, ist er ein Sonderling, der schwerlich einen Platz in der Gesellschaft findet. Wir werden Normen unterworfen, die wir hinnehmen und worüber nicht mehr nachgedacht wird. Zum Ende sind wir zufriedene anonyme Nummern der Gesellschaft, die einfach nur funktionieren. Allerdings sind wir oft nicht wir und merken das nicht einmal, da wir langsam in das vorgegebene Leben hineingebogen wurden. Welcher Erwachsene hat nicht die Ängste, was andere von uns denken oder reden. Noch schlimmer sind Existenzängste, den Beruf durch sein Verhalten zu verlieren. Nur nicht sagen, was man denkt oder das ausleben, was man fühlt.

Wir brauchen uns nur einmal an unsere Kinder- und Jugendträume erinnern und schauen, wie viel wir davon letztendlich umgesetzt haben. Wie authentisch bist du noch?

Ist das Wort „Heimat“ nur ein Werkzeug für Patriotismus und Nationalismus?

Schlagwörter

, , , , , ,

La Cienega 3Wenn mir etwas Gänsehaut verursacht, so ist es Nationalismus oder Patriotismus. Es ist für mich recht abstrakt, sich an ein politisch abgestecktes Stück Erde festzuhalten. Formen wir nicht alle ein Teil dieser Erde? Warum also in einem so kleinen Rahmen denken, wenn es auch größer geht? Oder ist es nur das Gefühl sich besser als andere aufgrund des Geburtsortes zu fühlen? Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, wissen wir, dass dies einfach nur Glück im Würfelspiel des Lebens ist, wo ein Mensch geboren wird.

Der Nationalismus wird oft mit einer gefälschten Geschichtsschreibung in vielen Ländern doktriniert.  Auch im recten Spektrum des Populismus wird gerne auf das Gefühl der Heimatverbundenheit zurückgegriffen. So sehr die Heimat „geliebt“ wird, tun nur wenige etwas, um sie selbstlos zu pflegen. Umweltschutz wird sehr klein geschrieben und Solidarität ist ein Fremdwort, wenn es nicht gerade um die eigne Sache geht. Es werden unwichtige Probleme aufgeputscht und diese zu Prioritäten erklärt, ohne Lösungen für Basisprobleme zu bieten.

Der Patriotismus wird gerne dann aus der Schublade gezogen, um die Bevölkerung zu manipulieren oder die Xenophobie anzuheizen, wenn wieder mal Sündenböcke zur Ablenkung interner Probleme gesucht werden. Wird das Heimatgefühl letztendlich als Nationalismus zur Manipulation eines Volker instrumentalisiert?

Was ist Heimat? Muss es immer ein Ort sein? Für mich ist Heimat wo ich mich wohlfühle, unabhängig des Geburtsortes, sehe ich mich doch als #Weltbürger. In der heutigen Zeit ist die Welt so klein geworden, dass Grenzen in meinem Denken keinen Platz haben. Grundlegende Probleme wie zum Beispiel der  Umweltschutz kennt keine Grenzen, da es uns alle betrifft. Ein verseuchter Fluss oder eine kontaminierte Wolke macht an den von Menschen gekennzeichneten Grenzen keinen Halt und brauchen auch kein Visum beantragen. Werden Grenzen doch eh aufgrund politischer und historischer Ereignisse verschoben, neu aufgebaut, abgerissen oder immer durchlässiger, wie es uns es die Europäische Union zeigt. Ohne Heimat als Gebiet gibt es keinen Patriotismus, ohne Patriotismus gibt es keinen Nationalismus, ohne Nationalismus gibt es keine Xenophobie. Weshalb sich also seine Heimat territorial abstecken? Kann Heimat nicht einfach ein Gefühl vom Hier und Jetzt sein?

Reise in den Süden der Dominikanischen Republik

Schlagwörter

, , , , , ,

42476432_10155632340351105_5922118967509385216_n

42374702_10155630828971105_6564179164801269760_nWer mich kennt, weiß, dass der soziale Freitag  einen festen Bestandteil meiner Woche formt. Bei Wein oder Bier, immer begleitet von Leckereien, diskutieren wir über soziale, politische, kulturelle und philosophische Themen. So bunt die Themen sind, so bunt ist auch unsere Gruppe, die aus Leuten aus der Dominikanischen Republik, Costa Rica und Deutschland mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten besteht. Das bereichert die Sichtweisen der Diskussionen erheblich. Wir beschlossen diesen sozialen Freitag in ein soziales Wochenende umzuwandeln und haben uns ein Haus im Süden der Dominikanischen Republik gemietet. Der Zielort war La Ciénega, ein kleines Dorf etwa eine halbe Stunde von Barahona entfernt.

Dort angekommen suchten wir auch sogleich das gemietete Haus auf. Ganz im karibischen Charme erwartete uns ein typischer bunter aber gepflegter Holzbau direkt am Strand. Jedes der drei Zimmer hat ein eigenes Bad und im Hof befand sich eine offene Gemeinschaftsküche. Von dort aus führte eine Tür zum Strand.

42361389_10155632124241105_1809411915839963136_n

La Ciénega ist ein Dorf, indem die Welt noch in Ordnung ist. Die Leute sind aufgeschlossen und verwickeln Neulinge schnell in Gespräche. Einige der Dorfbewohner leben vom Fischfang. Das musste ausgenutzt werden. Als Abendessen gönnten wir uns eine frisch gefangene Goldmakrele. Der Preis betrug umgerechnet weniger als zehn Euro.

Obwohl der Strand recht steinig und das Meer sehr wild war, wagten wir es uns in die Wellen zu werfen. Es ist allerdings recht ungeeignet um zu schwimmen. Zum Relaxen ist es aber ideal. Der Geruch nach Meer und das Wispern der Wellen war eine Genugtuung  für die Seele. Es war ein schönes Wochenende mit neuen Eindrücken und voller Entspannung.

11 September – Der Tag, an dem die Welt still stand

Schlagwörter

, , , , , ,

1109Der 11. September ist ein historisches Datum, das in der Weltgeschichte mehr Bedeutung zustehen sollte. War es doch der Tag, an dem in Chile eine demokratische gewählte Regierung unter Allende geputscht wurde, deren Fehler es nur war sozialistisch gewesen zu sein. Unterstützt wurde der Putsch politisch und finanziell von den weltweiten Verteidigern der Demokratie, den Vereinigten Staaten von Amerika. Sahen sie doch lieber einen Diktator wie Pinochet an der Macht Chiles. Amnesty International geht alleine im ersten Jahr von etwa 30.000 Opfern aus. Die Brutalität kannte keine Grenzen. Angst regierte das Land. Folter und Mord standen an der Tagesordnung.