Gestern sah ich in die strahlenden Augen meines Sohnes, als er ungeduldig das bunte Papier seiner Geburtstagsgeschenke aufriss. Nach und nach kamen seine realisierten Wünsche zum Vorschein und die Freude kannte keine Grenzen. Später würde auch noch als Höhepunkt eine Kinderparty zelebriert werden. Sechs Jahre war er schon Mitglied auf diesem Planeten und seine einzigen Sorgen bestanden bisher aus den Fragen, die Erwachsene als banal oder einfach nur als indiskutabel einstufen würden. Dies schließt doch auf eine sorgenfreie Kindheit. So ist es aber nicht überall auf dieser Welt.

In vielen anderen Ländern kennen Kinder noch nicht einmal den Tag ihrer Geburt. Ihre Sorgen drehen sich in erster Linie um das tägliche Brot.  In diesem Alter sind sie vor allem alt genug um zu helfen, helfen ihre Familie durchzubringen. Harmlos sind da noch die Arbeiten als Fensterputzer für Autos an Kreuzungen wenn das rote Ampelsignal die Fahrzeuge zum Halten zwingt oder als Schuhputzer an Straßenecken und Parks. Härter haben es Kinder getroffen, die sich durch Prostitution über Wasser halten müssen.

 

Ist eine sorgenfreie und unbeschwerte Kindheit ein Privileg oder eine Normalität, die es eigentlich sein sollte?

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