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19648270_10154537914011105_294229655_oNachdem ich schon ein halbes Jahr nicht mehr das Meer gesehen hatte, war es wieder an der Zeit einen Strandtag einzulegen. Also kurz in den Supermarkt, eine Flasche Sekt für unterwegs, eine Flasche Wein, Wasser und Knabbereien für den Strand gekauft und ab ging es. Jetzt wird sich jeder gute Deutscher fragen; Sekt für unterwegs, trotz fahren? Na ja … so einiges wird ja hier auf dieser Karibikinsel nicht all zu ernst genommen.

Die Auswahl an Stränden ist groß. Ich wählte den Strand von Sosua. Obwohl ich das Land seit Mitte der neunziger Jahre kenne, war ich noch nie dort. Irgendetwas hielt mich immer davon ab, dorthin zu fahren – vielleicht das negative Image des Ortes als Hochburg für Prostitution. Und wirklich, hier sieht man alte Säcke, die ihre dicke Bier-Wampe vorantragen, modisch gekleidet mit kurzer Hose, Feinripphemd und in Sandalen … natürlich mit Kniestrümpfen. Hand in Hand schlendern die betagten Herren mit blutjungen karibischen Schönheiten durch den Ort. Liebe ist schön! Vor allem liebe auf den ersten Blick! Sein erster Blick sicherlich auf ihre Brüste … ihrer in seine Brieftasche. Aber ich möchte nicht alles generalisieren. Touristenhochburgen bringen immer diverse Nebeneffekte mit sich. Und das ist nun einmal einer dieser negativen Erscheinungen. Sosua an sich hat eine sehr interessante Geschichte. Dieser Ort wurde von europäischen Juden während des 3.Reiches gegründet und wurde erst viel später zu einem touristischem Zentrum. Da dieses Thema etwas komplexer ist, werde ich es einem eigenen Artikel in diesem Blog widmen.

19650318_10154538075421105_1381329574_oIrgendwie fing es schon am Anfang dieser Fahrt an zu regnet, was einem aber nicht die Stimmung vermiesen lässt. Bedingt durch Regen, Bauarbeiten, Staus und einem kleinen Break, waren es von Santiago nach Sosua etwa 3 Stunden Autofahrt. In Maimón wurde eine Pause eingelegt.  Diese Ortschaft ist bekannt für die Fischrestaurants. Dort habe ich mir einen leckeren Lambi-Salat genehmigt. Lambi ist eine Riesen-Flügelschnecke, die im karibischen Meer beheimatet ist. Das Fleisch kann roh oder gegart zu sich genommen werden. Es hat einen leichten Muschelgeschmack und bissfest wie Gummibärchen.  Serviert wird der Salat mit Zwiebeln, Sellerie, Paprika und diverse andere Zutaten. Dieser Salat auf dem Weg zum Strand darf bei mir nie fehlen. Wer mehr auf Fisch steht, kann sich auch einen frischen Fisch aussuchen, der vor Ort frittiert wird.

Am Strand in Sosua angekommen, kann man sich Liegen und einen Sonnenschirm mieten. Der Strand ist recht übersichtlich und nicht all zu groß. Es ist eher eine Bucht mit einigen Buden, die Getränke und Snacks anbieten. Einheimische und zugezogene, die ihr Glück im Touristengebiet suchen, versuchen sich mit allerlei Diensten ihr Auskommen zu verdienen. Gegen ein Trinkgeld und mit einer Provision, die sich bei den Buden verdienen, wird einem alles was man sich wünscht zur Liege gebracht.

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Das Wetter war zwar wechselhaft, aber trotzdem verbrachte ich einen gelungenen Tag am Strand. Zum Abschluss des Tages wurde ich von Mutter Natur mit einem einmaligen Sonnenuntergang beschenkt. An Tagen wie diesen wird mir wieder bewusst, wie schön es auf diesem Fleckchen Erde leben zu dürfen. Alles richtig gemacht!

La vida es bella!

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