Ausstellung „Risiko“

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Publication1 (2)Die Ausstellung mit dem Titel „Risiko“ erzählt den Leidensweg der Liebe. Es war das erste Mal, dass ich mich an ein gefühlsgeladenes Thema traute. Und dies kam folgendermaßen:

Eines Tages klopfte Aura Santos mit einem Projekvorschlag an meiner Tür. Sie wolle die Liebe und die zwischenmenschliche Relationen visualisieren. Dafür fand sie mich mit meinen Fotos am geeignetsten, um ein Kunstprojekt zu erstellen. Sie selbst ist unter anderem auch Theaterschauspielerin und Mitbegründerin des Kulturzentrums Utopía in Santiago de los Caballeros – also der Kunst schon mal zugewandt. Am Anfang dachte ich: „So eine Kinderkacke … was soll bei dem Thema `Liebe` oder `Partnerschaft` herauskommen? Rosa Herzchen? Nichts für mich!“. Doch dann kam eine gedankliche Kehrtwendung. Vor einigen Monaten beendete ich eine emotionell sehr intensive Relation zu einer Frau. Der aufgestaute Schmerz sollte die Muse zu dieser Fotoserie werden! Also packten wir es an. Es gab nur einen Haken; Wir hatten nur drei Wochen Vorbereitungszeit, da Aura in Guyana arbeitet und nur in diesem Zeitraum inm Land verweilte.

Die Chemie zwischen uns stimmte und das Projekt entwickelte sich zu einen Selbstläufer mit gewissen Automatismen. Gedankenabschläge während ausgedehnten Mittag- und Abendessen in verschiedensten Restaurants, ein paar Biere in verschiedenen Bars, experimentellen Fotos und teilweise Arbeitszeiten von Morgens bis hinein in die Nacht verhalfen uns zu dem Resultat, das wir dann in der Ausstellung zeigten; 12 Fotos im Format von ca. 100 cm x 150 cm und eine Installation mit einem echten Herzen.

(A) prender

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(A) prender

 

„(A) prender“so heißt eines meiner Werke und basiert auf ein Wortspiel in der spanischen Sprache. Es ist zweideutig und kann als „anschalten“ oder „lernen“ ausgelegt werden.

So wie es einen Prozess gibt der die Glühlampe anschalten lässt, so ist auch das Lernen ein Prozess. Auch steht die Lampe dafür, dass einem ein Licht aufgeht. Je mehr man sich in seine Studien vertieft, um so mehr wird einem so einiges klar. Doch ist das immer gut? Wie wir sehen, ist die letzte Glühlampe der Sequenz explodiert. Das passiert, wenn man zu viel Strom drauf gibt oder wenn man zu viel weiß. Nicht umsonst leb(t)en einige Philosophen oder Wissenschaftler in ihrer eigenen Welt, in der mit der Zeit das soziale Leben abnahm.

Diese Werk hat eine Breite von über 3 Metern und auf nur 5 Ausdrucke limitiert. Ein Werk hängt in Kolumbien, ein weiteres in der Dominikanischen Republik. Somit sind noch 3 Stück verfügbar. Alle Bilder sind nummeriert und signiert.

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Wie lebt eigentlich ein Künstler ?

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„Sag mal, Yves, wie lebt eigentlich ein Künstler?“ … Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Wir sind Menschen wie alle anderen auch. Wir müssen Strom- und Wasserrechnungen zahlen, müssen Essen kaufen, leben und unsere Materialien zum arbeiten haben. Wir sind Kreatoren, müssen uns vermarkten, den Vertieb organisieren und auch etwas über Buchhaltung wissen.

Oft ist es nicht einfach. Es gibt Zeiten, in denen man Champagner schlürft und Zeiten, in denen man sich mit einem Glas Wasser begnügt. Um eine gewisse Stabilität zu haben, unterrichte ich Kunstunterricht für Abi-Klassen an zwei Gymnasien.

Mein Atelier ist mein zu Hause…deswegen wohne ich in meinem Atelier. Oder befindet sich mein Atelier in der Wohnung? Egal! Denn Arbeit und privates Leben verschmelzen. Die Kreativität hat keinen Stundenplan. Künstler zu sein ist eine Lebensform. Es sei man ist eine Hure und prostituiert sich im künstlerischen Sinne für andere, indem man ausschließlich auf Kundenwünsche eingeht. Ich gehöre zu der Sorte, die mit eigenen Konzepten arbeitet und wem es gefällt, der kann meine Werke dann erwerben.

Wenn ihr also auf der Suche nach Werken für eure Wände seid, schreibt mich an.

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In meinem Atelier

Ein Wochenende am Strand …

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DSC08202Ein Wochenende am Strand … für mich nichts besonderes? Da ich in der Karibik lebe stellen sich viele in Deutschland vor, dass ich täglich mit einem Cocktail am Strand unter einer Palme liege und mir die Sonne auf den Pelz scheinen lasse. Weit gefehlt! Ich lebe in der zweitgrößten Stadt des Landes im Landesinneren mit Aussicht auf das Gebirge, das Santiago wie ein Hufeisen umschließt. Umso schöner ist es auch für mich wenn ich mir ein Wochenende am Strand gönne. Dabei wähle ich nicht das Hotel mit Massentourismus-Charme, sondern alternativen Kurzurlaub in Punta Rucia, einem kleinen verschlafenem Nest an der Nordküste.

Hier gibt es das Casa Libre mit drei liebevoll hergerichteten Holzhütten und Ausblick auf das Meer. Wenn man mal wieder die Batterien aufladen möchte und Ruhe sucht, wird man hier auf jedem Fall findig. Ideal, um einmal aus dem Alltag auszubrechen. Beeindruckend ist der weiße Strand, an dem man höchstens ein paar Fischer sieht und die Abende, wenn die Sonne mit dem Meer verschmilzt.

Immer wieder schön!